Schulung

Cross-Training in der Produktion

Cross-Training von Mitarbeitenden ist ein häufig diskutiertes Thema in jedem erfolgreichen Produktionsunternehmen.

Ein Bauarbeiter mit weißem Schutzhelm, rotem Shirt und dunkler Arbeitskleidung steigt in einer industriellen Umgebung eine gelbe Metalltreppe hinauf; im Hintergrund sind Betonblöcke und ein Metallzaun zu sehen. Der Bereich ist gut beleuchtet, wirkt jedoch wie ein industrieller Innenraum.
Veröffentlicht am:
07 July 2020
Aktualisiert am:
14 May 2025
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Da dies die Flexibilität Ihres Produktionsprozesses erhöht, fragen sich immer mehr Unternehmen, wie sie dies effizient in ihrer Fabrik umsetzen können. Durch Cross-Training können Bediener ihre Fähigkeiten besser einsetzen und neue Mitarbeitende gezielter einarbeiten sowie wertvolles Wissen weitergeben. Im folgenden Blogbeitrag geben wir Ihnen weitere Erläuterungen.

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Quick FAQs to get you up to speed

Cross-Training ist der Prozess, bei dem Mitarbeitende für mehrere Rollen geschult werden, damit sie sich an verschiedene Aufgaben anpassen und die Produktionsflexibilität erhöhen können.

Es beseitigt Engpässe, reduziert Ausfallzeiten und sorgt für eine konstante Produktion, auch wenn wichtige Mitarbeitende abwesend sind.

  • Höhere Flexibilität – Mitarbeitende können bei Bedarf die Rolle wechseln.
  • Höhere Effizienz – Leerlaufzeiten und Engpässe werden vermieden.
  • Bessere Mitarbeiterbindung – Mitarbeitende erwerben neue Fähigkeiten und entwickeln sich beruflich weiter.
  • Geringere Einstellungskosten – Das Potenzial der bestehenden Belegschaft wird optimal genutzt.

Ja. Cross-Training hilft, gleichbleibende Qualitätsstandards einzuhalten, menschliche Fehler zu reduzieren und die Einhaltung von ISO 9001- und OSHA-Sicherheitsanforderungen zu unterstützen.

Ohne Cross-Training haben Unternehmen mit Personalmangel, unflexiblen Produktionslinien und erhöhten Risiken für Verzögerungen oder Qualitätsprobleme zu kämpfen.

  • Identifizieren Sie kritische Fähigkeiten, die per Cross-Training vermittelt werden sollten.
  • Nutzen Sie eine Skill Matrix, um den Schulungsfortschritt zu verfolgen.
  • Bieten Sie strukturierte, praxisnahe Schulungen mit erfahrenen Mentoren an.
  • Lassen Sie Mitarbeitende regelmäßig zwischen verschiedenen Rollen wechseln.
  • Überwachen Sie die Leistung und passen Sie Schulungsprogramme bei Bedarf an.

Was umfasst Cross-Training?

Das Cross-Training von Mitarbeitenden in Produktionsunternehmen wird auch als „Multiskilling“ bezeichnet. Das bedeutet, dass Produktionsmitarbeitende flexibel geschult werden, damit sie an verschiedenen Produktionslinien und Arbeitsstationen eingesetzt werden können. Mitarbeitende erhalten eine vielseitige Schulung, sodass sie anschließend an unterschiedlichen Arbeitsplätzen eingesetzt werden können. Das bedeutet, dass Teamleiter ihre heutige Art der Schulung an aktuelle Trends anpassen müssen.

Ein Beispiel: Ein Linienbediener mit 30 Jahren Erfahrung an einer bestimmten Arbeitsstation fällt plötzlich krankheitsbedingt aus. Da niemand sonst seine Arbeit übernehmen kann, entstehen Lücken im Produktionsprozess. Wäre im Vorfeld ein gutes Cross-Training-Tool verfügbar gewesen, könnte die Produktion ohne Zögern aufrechterhalten werden. Andere Mitarbeitende mit denselben Fähigkeiten könnten identifiziert und die Aufgaben des Linienbedieners problemlos übernommen werden.

Ein Computerbildschirm mit einem Projektmanagement-Tool. Die Benutzeroberfläche zeigt links Benutzerprofil-Symbole, Fortschrittsbalken und eine Notiz mit folgendem Text:

Die Vorteile von Cross-Training

Ein gutes integriertes Tool in der Fabrik sorgt dafür, dass Produktionsmitarbeitende bei veränderter Nachfrage oder Personalausfällen problemlos zwischen Arbeitsplätzen, Montage- und Produktionslinien wechseln können. So schaffen Sie als Führungskraft Transparenz und Stabilität in der Fabrik und schützen die Organisation vor unerwarteten Ereignissen.

Einige Vorteile auf einen Blick:

  • Stärkung des internen Wissens
  • Kontinuierliches Lernen
  • Bessere Kommunikation
  • Höhere Produkteffizienz
  • Kürzere Schulungszeiten
  • Förderung der persönlichen Entwicklung
  • Flexible Teams
  • Geringere Fluktuation

Tipps und Tricks für die Umsetzung von Cross-Training

Azumuta hat bereits Hunderten von Unternehmen beim On-the-Job-Training und bei der Implementierung eines guten Learning Management Systems in der Produktion geholfen. Wir stellen Ihnen einige effektive Taktiken vor.

Eine Kompetenzmatrix auf einem digitalen Dashboard zeigt den Schulungsstatus von fünf Bedienern. 'Needs training' ist rot markiert, 'Had training on previous revision' orange und 'Had training on current revision' grün.

1. Schulungen intern halten

„Wir haben kein Budget“ oder „wir haben keine Zeit“ sind Ausreden, die häufig vorgebracht werden. Schulungen und die Unterstützung von Bedienern stehen zum Beispiel oft ganz unten auf der Prioritätenliste. Tatsächlich sind klare Arbeitsanweisungen und kontinuierliche Schulungen jedoch ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Produktionsprozesses.

Deshalb ist es wichtig, Schulung und Nachverfolgung in einem zentralen Tool zu integrieren. Idealerweise bleibt dieses Tool intern am Arbeitsplatz verfügbar. Azumuta ermöglicht Bedienern innerhalb von Sekunden Zugriff auf Schulungsmaterialien an einer bestimmten Arbeitsstation oder Produktionslinie. So lassen sich Fähigkeiten und Schulungsstand sehr einfach überwachen und verwalten.

2. Digitale Arbeitsanweisungen

Bieten Sie Schritt-für-Schritt-Schulungen mit Arbeitsanweisungen, visuellen Hilfsmitteln und Troubleshooting an. Geben Sie Ihren Bedienern Zugang zu dem Wissen, das sie benötigen. Digitale Arbeitsanweisungen sind eine wichtige Grundlage, aber sorgen Sie dafür, dass sie durch klare visuelle Elemente unterstützt werden. Fügen Sie Fotos, Videos und Anleitungen hinzu und lassen Sie die Anweisungen für sich sprechen.

Mitarbeitende, die das Gefühl haben, dass ihre Teamleiter in ihre Arbeitsleistung investieren, sind mit ihrer Arbeit zufriedener, geben ihr Bestes und bleiben der Organisation länger treu. Darüber hinaus sorgt gezielte Schulung dafür, dass Produktionsmitarbeitende vielseitiger und flexibler eingesetzt werden können – also eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

3. Arbeiten Sie mit einer Skill Matrix

Die Skill Matrix ist ein Tool, mit dem Sie die Fähigkeiten und Kompetenzen Ihrer Mitarbeitenden klar und übersichtlich darstellen können. Um Produktionsprozesse optimal zu organisieren oder Teams auf dem Shopfloor schnell zusammenzustellen, ist es hilfreich, einen Überblick über die Fähigkeiten und das Wissen Ihrer Bediener zu haben.

Mit Azumuta nutzen wir die Skill Matrix als praktisches Tool, um alle Kompetenzen in der Produktion übersichtlich darzustellen. Sie sehen für jede einzelne Person, über welche Fähigkeiten und Qualifikationen sie verfügt. So können Sie leicht prüfen, welche Mitarbeitenden welche Fähigkeiten haben, und dadurch sehr schnell zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln.

Die Skill Matrix unterstützt Ihre Recruiting- und Schulungsstrategie. Sie verschafft Ihnen einen klaren Überblick über den Schulungsbedarf der Bediener und kann als Grundlage für die Entwicklung bei der Gewinnung neuer Talente dienen, indem Sie leicht erkennen, welche Profile eingestellt werden sollten.

Einige Vorteile einer Skill Matrix:

  • Aufgaben schnell identifizieren
  • Vertretungen schnell organisieren
  • Auftragsspitzen auffangen
  • Fortschritte überwachen
  • Mitarbeitende sind erfahrener

Erstellen Sie Ihre eigene Kompetenzmatrix

Möchten Sie selbst eine Skill Matrix erstellen und in der Produktion integrieren? Kein Problem. Wir helfen Ihnen dabei mit dem folgenden Schritt-für-Schritt-Plan.

Schritt # 1 – Schauen Sie sich Ihre Fabrik genauer an 🔍

Wir beginnen ganz am Anfang. Bevor Sie mit der Gestaltung einer Kompetenzmatrix beginnen können, müssen wir einige grundlegende Fragen beantworten. Zunächst: Über welche Qualifikationen und Fähigkeiten sollten Ihre Bediener verfügen? Und wie qualifiziert sind sie derzeit? Gibt es einen Mangel an Fähigkeiten? Wenn ja, wie wollen Sie diese Lücken schließen? Es geht darum, einen Überblick zu schaffen und ein gutes Gleichgewicht zwischen dem Bediener und seinen Fähigkeiten zu finden.

Schritt # 2 – Besprechen Sie es bei einer Tasse Kaffee! ☕

Im zweiten Schritt können Sie das Gespräch mit jedem Bediener oder Teamleiter suchen. Sie wissen oft besser über ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse Bescheid als Sie. Vielleicht sind Sie auch überrascht, wie viel Erfahrung einige Bediener im Laufe der Jahre aufgebaut haben. Identifizieren Sie die richtigen Kompetenzen, damit die richtigen Aufgaben mit den richtigen Mitarbeitenden verknüpft werden. Sie werden feststellen, dass Sie mehr über vielseitige Einsetzbarkeit oder spezifische Kompetenzen in der Produktion erfahren.

Schritt # 3 – Tragen Sie alle Informationen in eine Skill Matrix ein 💦

Sammeln Sie nun alle Informationen, die Sie in der Vorbereitungsphase zusammengetragen haben. Platzieren Sie die Namen der Personen vertikal und ordnen Sie ihnen horizontal die richtige Produktionslinie, Abteilung oder Arbeitsstation zu. Arbeiten Sie mit Farben und Zahlen, die den Schulungsstand erklären. In diesem Schritt gewinnen Sie konkret mehr Einblick in die spezifischen Fähigkeiten, die an einer bestimmten Arbeitsstation oder in einer bestimmten Abteilung erforderlich sind. Ergänzen Sie diese Vorlage regelmäßig.

Schritt # 4 – Prüfen, prüfen, prüfen ✅

Was funktioniert und was nicht? Nachdem Sie jeden Mitarbeitenden bewertet und eingestuft haben, ist es nicht nur Ihre Aufgabe, den Plan kontinuierlich zu pflegen und zu ergänzen. Es ist auch wichtig, dass Sie jedem Produktionsmitarbeitenden die Möglichkeit geben, Informationen hinzuzufügen. Sie wissen oft am besten, wie effizient oder ineffizient bestimmte Arbeitszellen sind. Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden deshalb in diesen Prozess ein und lassen Sie sie mit der Organisation wachsen. Damit meinen wir: Wenn ein Produktionsmitarbeitender sich weiterentwickeln möchte, sollten ausreichend Entwicklungs- und Schulungsmöglichkeiten vorhanden sein.

4. Schaffen Sie Überblick in der Fabrik

Abschließend können Sie jederzeit das Zeitleistensystem nutzen (das ebenfalls in Azumuta integriert ist), um den Überblick über die gesamte Produktion zu behalten. Verknüpfen Sie den Planer automatisch damit, damit Sie wiederkehrende Audits, Leistungswartung, Schulungen und Fähigkeiten pro Person einfach erfassen können.

Laden Sie Ihre kostenlose Excel-freundliche Skill-Matrix-Vorlage herunter

Checkliste herunterladen

Eine Projektplanungs-Tabelle mit Aufgaben, die verschiedenen Wochen von Mitte Mai bis Anfang Juli zugeordnet sind. Die Aufgaben sind in Rot, Orange, Gelb und Grün farblich gekennzeichnet und stehen für unterschiedliche Fertigstellungsgrade. Die linke Spalte listet Aufgabenkategorien und Projektnamen auf.

Bei Azumuta dreht sich alles um Menschen

Und ... vergessen Sie nicht: Sie arbeiten mit Menschen. Azumuta stellt den Produktionsmitarbeitenden in den Mittelpunkt und stärkt die Organisation intern. In die Menschen hinter Ihrem Unternehmen zu investieren, ist für die meisten Unternehmen eine der effizientesten Möglichkeiten, erfahrene Produktionsmitarbeitende zu binden, die Produktivität zu steigern und die Fluktuation langfristig zu senken.

Möchten Sie Ihre Produktionsmitarbeitenden optimal unterstützen? Dann holen Sie das Maximum aus Ihrer Investition heraus und nutzen Sie ein All-in-One-Tool. Auf diese Weise zentralisieren Sie nicht nur Wissen und Informationen über Ihre Fabrik, sondern automatisieren sie auch.

Neugierig auf die Möglichkeiten? Wir helfen Ihnen gerne!

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